Bekannte Konstellation: Spelle als Zweiter beim Spitzenreiter – dieses Mal in Heeslingen
Mehr Spitzenspiel geht nicht: Der Tabellenzweite tritt beim -ersten an. Der emsländische Fußball-Oberligist SC Spelle-Venhaus läuft am Sonntag um 15 Uhr beim Heeslinger SC auf. Diese Konstellation kommt den Anhängern des SCSV in doppelter Hinsicht bekannt vor. Sie freuen sich am sechsten Spieltag auf einen echten Schlager.
Erst vor zwei Wochen traten die Schwarz-Weißen als Zweiter beim Spitzenreiter an. Am 28. August war der SV Wilhelmshaven Gastgeber. Die Speller holten sich im Freitagsspiel unter Flutlicht mit einem verdienten 1:0-Sieg durch den Treffer von Tom Winnemöller die Tabellenführung zurück. Zumindest für rund 43 Stunden. Dann zog der Heeslinger SC dank der besseren Tordifferenz vorbei. Gegen den HSC treten die Emsländer in dieser Saison schon zum zweiten Mal an: Unmittelbar vor dem Punktspielstart behaupteten sie sich im Achtelfinale des Niedersachsenpokals durch das Tor von Jan Popov mit 1:0 gegen Heeslingen.
Gastgeber zwei Zähler vor dem SCSV
In der Liga liegt Heeslingen noch vor Spelle: Die Mannschaft von Trainer Nico Matern weist 13 Zähler auf, der SCSV elf, der bei gleicher Tordifferenz (8) wegen der mehr geschossenen Treffer vor dem punktgleichen BSV gelistet wird. Nur diese drei Teams haben die ersten fünf Spieltage ohne Niederlage überstanden.
Lehren aus Lüneburg-Spiel
Zuletzt hat Spelle beim 2:2 gegen Lüneburg zwei Zähler eingebüßt. Unnötig. Denn er führte bereits 2:0 und schien auf der Siegerstraße. „Vom Spielverlauf und vom Ergebnis her ist es sehr, sehr ärgerlich“, bekannte Hupe. Sein Team hatte weitere Chancen, um den Vorsprung auszubauen. Doch dann verteidigte Spelle fahrlässig in der Box, foulte Leon Perera. Der LSK nutzte den Strafstoß zum Anschlusstreffer und kam sechs Minuten später zum Ausgleich. „Wir haben es noch einmal richtig schlecht verteidigt“, urteilte Hupe. „Das tat nach dem Abpfiff sehr weh. Aber es hat uns noch mal Themen aufgezeigt, an denen wir arbeiten müssen.“ Am Dienstag registrierte der Coach nach dem Video-Studium eine richtig gute Einheit.
Zwei gefährliche Schützen
„Aber wir wissen auch, was für ein Brocken in Heeslingen auf uns wartet“, kennt Hupe die Qualität des Gastgebers. Heeslingen ist für ihn eine der Top-Mannschaften der Liga, die in der vergangenen Saison lange um die Aufstiegsplätze mitgespielt hat. Mit Darvin Stüve (5) und Joel Schallschmidt (4) haben zwei Spieler mehr als die Hälfte der 16 Treffer des HSC geschossen.
Auswärts maximal gepunktet
Die Speller fahren selbstbewusst nach Heeslingen. Das resultiert auch aus dem nach Hupes Einschätzung verdienten Pokalerfolg gegen den HSC, „selbst wenn es in vielen Bereichen echt eng war“. Die Partie habe gezeigt, wie wichtig es sei, ans Limit zu kommen. Auswärts haben die Schwarz-Weißen maximale sechs Punkte gesammelt und zudem schon in Wilhelmshaven bewiesen, dass sie im Schlager bestehen können. Das ist natürlich auch das Ziel für dieses Wochenende.
Das Foto zeigt Felix Golkowski (l.) und Benjamin Evers im Pokalspiel gegen Heeslingen.