Der Ex-Speller Christian Düker freut sich auf das Wiedersehen Freitagabend in Lohne
Für Christian Düker ist es kein normales Spiel, wenn am Freitagabend um 19.30 Uhr BW Lohne gegen den SC Spelle-Venhaus antritt. Denn der 31-jährige Abwehrspieler des Gastgebers hat in der Saison 2024/25 noch beim SCSV gespielt: „Ich glaube, da freuen sich alle auf ein Wiedersehen.“
Verabschiedet hat sich Düker beim SCSV, weil ihm der Aufwand von Arbeit und der rund einstündigen Anreise zu jeder Einheit ins Emsland zu groß wurde. Der gebürtige Cloppenburger schloss sich dem SV Bethen an, bei dem auch sein Bruder Carsten sowie einige Freunde aktiv sind. Der Abschied aus Spelle sei ihm nicht leicht gefallen. Jetzt bekam Düker eine Anfrage aus Lohne und sagte nach der Einigung mit Bethen zu.
Mit dem JLZ Emsland in die Bundesliga aufgestiegen
Über BV Varrelbusch, BV Cloppenburg, den VfB Oldenburg, das JLZ Emsland, mit dem er in die A-Junioren-Bundesliga aufgestiegen ist, den SV Meppen, BV Cloppenburg und den SV Bevern kam Düker 2021 erstmals zu BW Lohne. Er stieg mit den Blau-Weißen in die Regionalliga auf und feierte den NFV-Pokalsieg. Für Lohne hat er inzwischen 87 Pflichtpartien absolviert. „Ich bin fit und motiviert“, freut er sich über die Rückkehr in die Oberliga
2:2 in Unterzahl beim Vizemeister
Nach dem überraschenden Regionalligaabstieg im Sommer wussten die Lohner nicht, wo sie genau stehen. Die ersten drei Pflichtspiele haben mehr Klarheit gebracht: Nach zwei Siegen steht das Team des neuen Trainers Hammad El-Arab genau wie der SCSV im Viertelfinale des Niedersachsenpokals. Zum Punktspielstart folgte ein beachtliches 2:2 in Unterzahl beim Vizemeister Germania Egestorf/Langreder. „Das war ein starkes Ding“, sagt Düker, der in der zentralen Position der defensiven Dreierkette spielte. Der Gast führte zur Pause verdient mit 2:0, kassierte aber nach der Roten Karte gegen Torwart Marko Dedovic noch zwei Gegentreffer.
Spelles „dickes Ausrufezeichen“
Jetzt kommt es zum Duell mit dem SCSV. Mit dem 5:0 gegen Hildesheim „hat Spelle ein dickes Ausrufezeichen gesetzt“, erklärt Düker. Das Team habe die Qualität, das Ergebnis in diese Höhe zu schrauben. Im Kader stünden „wirklich 20 Spieler auf einem ähnlich hohen Niveau“. Gegen Heeslingen hat der Fußballer die zweite Halbzeit angeschaut. „Da konnte man sehen, dass zwei sehr gute Mannschaften aus der Oberliga gespielt haben. Spelle hat sich verdient durchgesetzt.“
Noch Kontakte zu Ex-Mitspielern
In der vergangenen Saison hat Düker es selten ins Getränke Hoffmann Stadion geschafft. Aber er hat sich ständig informiert über seine ehemalige Mannschaft. Mit Mattis Niemann und Jan-Luca Ahillen, mit dem er schon in Meppen zusammengespielt hat, steht er immer noch im Austausch. Auch mit Trainer Henry Hupe habe er telefoniert und geschrieben.
Nach dem Spiel gemeinsam zum Stoppelmarkt
Und was erwartet Düker, der für Spelle 31 Pflichtspiele bestritten hat, am Freitagabend im Heinz-Dettmer-Stadion? „Da treffen zwei gute Mannschaften aufeinander. Ich schätze, dass, wie bei vielen Spielen in der Oberliga, am Ende die Tagesform entscheidet. Das Pendel kann in beide Richtungen ausschlagen.“ Nach dem Schlusspfiff werden einige Speller Fußballer Düker und weitere Lohner Spieler zum Stoppelmarkt nach Vechta begleiten.
Das Foto zeigt Christian Düker (L.) im Speller Trikot.