„Etwas ganz Besonderes“: Christoph Ahrens traf 2016 für Spelle gegen Mönchengladbach

06.05.2026 | Allgemein
„Etwas ganz Besonderes“: Christoph Ahrens traf 2016 für Spelle gegen Mönchengladbach

Christoph Ahrens hat elf Jahre für den SC Spelle-Venhaus gespielt und über 300 Partien für den Fußball-Oberligisten absolviert. Zu seinen Highlights gehört sein Tor gegen Borussia Mönchengladbach vor nunmehr fast genau zehn Jahren. Am 20. Mai um 18.30 Uhr tritt der Bundesligist erneut zu einem Freundschaftsspiel im Getränke Hoffmann Stadion an. Ahrens ist nicht mehr dabei. Er hat den SCSV im vergangenen Sommer verlassen und ist zum Bezirksligisten SG Freren gewechselt.

Eine gute Entscheidung, sagt der 32-Jährige. „Es hätten ein paar Törchen mehr sein können“, schmunzelt er. „Ich bin gut aufgenommen worden, die Mannschaft passt, alles feine Kerle.“ Es sei sein Ziel gewesen, bei weniger Aufwand ähnlichen Spaß wie in den Vorjahren zu haben und auf einem guten Amateurfußballniveau zu spielen. „Das habe ich erreicht.“

Größte Kulisse gegen die Borussen

An seine Zeit beim SCSV erinnert sich Ahrens gern. Als Höhepunkte nennt er neben dem Spiel gegen Mönchengladbach den Vergleich mit Schalke 04, die Aufstiege von der Bezirksliga bis in die Regionalliga und die Spiele gegen den SV Meppen vor großer Kulisse. Am 20. Mai 2016 passierten gegen Gladbach 4046 Zuschauer die Tore des Getränke Hoffmann Stadions, ziemlich sicher die größte Kulisse der Vereinsgeschichte. Die Stimmung war glänzend.

Torwart Sippel umkurvt

Ahrens schoss den Treffer zum 1:2 in der 27. Minute. Branimir Hrgota hatte mit einem Doppelpack (10./24.) für den Gladbacher Vorsprung gesorgt. Nach einem Pass nach vorn startete Ahrens etwa an der Mittellinie los, umkurvte Torwart Tobias Sippel mit dem Ball und traf. Es sei nicht typisch gewesen, dass er in solchen Situationen am Keeper vorbeigelaufen sei. „Auch deswegen war es etwas Besonderes.“ Es blieb beim 2:6 der einzige Speller Treffer. Denn nach einem Foulfelfmeter von Havard Nordtveit traf Gladbachs Nils Rütten zum 2:3-Pausenstand ins eigene Tor. Patrick Herrmann und zweimal Jonas Hofmann erhöhten auf 6:2. Ein Ergebnis, mit dem die Speller durchaus zufrieden waren. Ein weiteres Tor wurde ihnen versagt, weil Sebastian Schmagt es aus einer Abseitsposition erzielte.

Fans sammelten Autogramme auch von SCSV-Spielern

„Der ganze Tag war etwas Besonderes“, erinnert sich Ahrens, der vorher nie vor so einer Kulisse aufgelaufen war. Er war angetan von den Anhängern des Bundesligisten. „Wie viele Gladbach-Fans da waren und nach der Partie auf den Platz kamen“, Autogramme sammelten oder die Erstliga-Spieler um Souvenirs wie etwa Schienbeinschoner baten. Diese Begeisterungsfähigkeit und die Reichweite, die eine einzelne Mannschaft schaffen könne, „habe ich erstmals als Spieler auf dem Feld mitbekommen“. Sogar die Speller wurden „als Gladbach-Gegner“ um Unterschriften gebeten. Während seiner langen Fußballer-Laufbahn gab er gelegentlich mal ein Autogramm, etwa beim Vechtecup in Schüttorf. „Das war aber etwas Besonderes.“

„Fokussiert im Tunnel“

 An seinen Gladbacher Gegenspieler kann sich Ahrens nicht mehr erinnern. Er vermutet, dass es ein U23-Akteur der Borussen war. Er selbst sei so fokussiert gewesen, „irgendwie im Tunnel“, weil das Spiel etwas ganz Außergewöhnliches gewesen sei. „Wir wollten uns einfach gut verkaufen.“ Und das gelang ja auch. Dabei, sagt Ahrens, „waren wir eine relativ junge Truppe, die noch gar nicht lange in höheren Amateurligen spielte. Mit dem Ergebnis konnten wir gut leben. Da mussten wir uns nicht verstecken.“ Der Unterschied zwischen Profis und Amateurfußballern sei riesengroß. Die Gladbacher hatten sich 2016 unter Trainer André Schubert immerhin für die Champions League qualifiziert.

„Gladbach gehört in die Bundesliga“

Ahrens freut sich für seine ehemaligen Mitspieler auf deren Duell mit den Gladbacher Borussen. Dabei machten die am Wochenende mit dem 1:0-Sieg gegen die Dortmunder Borussen, mit denen der Schapener sympathisiert, den Klassenerhalt perfekt. „Damit kann ich leben“, bleibt Ahrens gelassen, „ich freue mich, dass Gladbach in der Bundesliga bleibt. Denn da gehört der Verein hin.“

Hier gibt es Karten für das Spiel gegen Gladbach am 20. Mai

Der Kartenvorverkauf für das Freundschaftsspiel zwischen dem SC Spelle-Venhaus und Borussia Mönchengladbach am Mittwoch, 20. Mai, um 18.30 Uhr im Getränke Hoffmann Stadion hat bereits Mitte April begonnen. Es sind nur Stehplatztickets erhältlich. Sie können zum Preis von 15 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren erworben werden unter dem Link https://scspelle-venhaus.ticket.io/EhcpA84k/

 

Das Titelfoto zeigt Christoph Ahrens im Spiel gegen Mönchengladbach. Fotos: Picturepower

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