Speller Tore beim Derby gegen Biene wie aus dem Fußball-Lehrbuch
Am klaren und verdienten Derby-Sieg des SC Spelle-Venhaus gegen den SV Holthausen Biene gab es nichts zu deuteln. Das bekannten auch die Gäste nach der 0:4-Niederlage freimütig. Die Speller freuten sich über die fein herausgespielten Tore und den starken Auftritt nach der Pause.
Bienes Trainer Emiel ten Donkelaar, der sein Team wegen einer Sperre im Derby nicht coachen durfte, aber natürlich im Getränke Hoffmann Stadion war, verwies auf die klaren Speller Chancen nach dem Seitenwechsel. Spelles Trainer Henry Hupe war mit der Leistung seines Teams vor der Pause nicht zufrieden. Die zweite Hälfte fand er jedoch „richtig gut“. Er sprach von einem „sehr, sehr verdienten Sieg“.
„Im Training hätte ich ihn selbst weggemacht“
Es beeindruckte, wie entschlossen sich die Schwarz-Weißen nach der Pause präsentierten, und wie sie mit Aktionen wie aus dem Fußball-Lehrbuch alle vier Treffer herausspielten. Das sah auch Adrian Lenz so, der bei der Speller Führung von der präzisen Vorlage von Artem Popov profitierte. „Ich habe vor dem Tor ein weißes Trikot erkannt“, begründete Popov sein Zuspiel. „Im Training hätte ich ihn selbst weggemacht“, grinste er. Der Sieg hätte noch deutlicher ausfallen können. Allerdings dürften die Biener Beine nach dem 0:1 immer schwerer geworden sein. Sie hatten nach der Heimniederlage gegen Hildesheim gerade 46 Stunden Zeit zur Regeneration.
Keine Zuschauer-Bestmarke
Die Zuschauer-Bestmarke für diese Saison verpassten die Speller. 446 Fans kamen zum Flutlicht-Derby ins Getränke Hoffmann Stadion. Zweimal war die Kulisse besser: Beim letzten Spiel vor der Winterpause gegen Lupo-Martini Wolfsburg mit anschließendem Nikolaussingen kamen 560 Besucher, gegen den Lüneburger SK Hansa 450. Das Derby zwischen Biene und dem SCSV Ende März sahen 617 Zuschauer am Biener Busch. Am dritten Spieltag gegen die U23 des SV Meppen kamen 822 – die Bestmarke beim Aufsteiger, der die Oberliga nach nur einer Saison wieder verlassen muss.
Das Foto zeigt Fabian Lindenschmidt und Felix Golkowski (r.) im Zweikampf.