Spelle trotzt den Personalsorgen: Serie hält beim 2:1 in Wolfenbüttel
Die Serie hält! Trotz erheblicher Personalsorgen hat sich Fußball-Oberligist SC Spelle-Venhaus 2:1 (0:0) beim MTV Wolfenbüttel durchgesetzt. Die Mannschaft bewies Moral und drehte die Partie erst in der Nachspielzeit: Kapitän Janik Jesgarzewski schoss schon seinen dritten Saisontreffer.
Die Stimmung war ausgelassen. Die Mannschaft feierte den Dreier im Sportpark Meesche ausgelassen. Sie rückte für zumindest eine Nacht auf den zweiten Tabellenplatz vor. Doch die Teams hinter dem SCSV haben zwei oder sogar drei Spiele weniger ausgetragen. Aber es bleibt eine schöne Momentaufnahme nach dem sechsten ungeschlagenen Spiel in Serie.
Niemann rettet mehrfach
Co-Trainer Marius Kattenbeck machte der Mannschaft ein Riesenkompliment. „Sie hat unter widrigen Bedingungen an ihre Chance geglaubt.“ Mann des Spiels war der schon in den vergangenen Wochen starke Torwart Mattis Niemann. Er bewahrte die Gäste mit glänzenden Reaktionen vor weiteren Gegentoren. „Das wird eine tolle Rückfahrt“, meinte Kattenbeck nach dem Dreier passend zum Geburtstag von Betreuer Tobias Wilde.
Wolfenbüttels siebte Niederlage in Serie
Bedrückt war dagegen die Gefühlslage beim Gastgeber. Der von Deniz Dogan trainierte Aufsteiger, der gut in die Saison gestartet war, kassierte die siebte Niederlage in Serie und rutscht immer tiefer in den Abstiegsstrudel.
Beim SCSV fehlten neben den verletzten Max Meier, Steffen Schepers, Jan-Hubert Elpermann, Niklas Harms-Ensink und Elias Strotmann fehlten auch noch Anton Popov, Steffen Wranik und Tjark Höpfner. U19-Kicker Matteo Echelmeyer, der zum Kader gehört, war beim Relegationsspiel der A-Jugend im Einsatz. Auf der Bank saßen neben Torwart Bernd Lichtenstein nur noch fünf Feldspieler, darunter Markus Egbers aus der U23.
Startelf-Premiere für Gensicke
Trainer Henry Hupe musste die Startelf im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig verändern: Für Strotmann, Anton Popov und Wranik standen Jan-Luca Ahillen, Tom Winnemöller und Leon Gensicke von Beginn an auf dem Feld. Der 28-jährige Gensicke war bei seinem elften Punktspieleinsatz für den SCSV erstmals vom Anstoß an dabei - auf der linken Offensivseite.
Viele Fehler vor der Pause
In der ersten Halbzeit war der SCSV nicht so gut im Spiel. Die Zuschauer sahen etliche individuelle Fehler der Emsländer. Sie schlugen die Bälle häufig lang nach vorn, statt kontrolliert aufzubauen. Dennoch hatten die Schwarz-Weißen Möglichkeiten. Die beste hatte Luca Tersteeg (39.). Doch MTV-Torwart Direnc Güven klärte zur Ecke. Kehl schoss nach Flanke von Jesgarzewski über das Tor (14.). Den Schuss von Artem Popov wehrte der Keeper ab. Als Winnemöller im Strafraum attackiert wurde, warteten die Gäste vergeblich auf einen Pfiff (17.).
MTV mit den besseren Möglichkeiten
Die besseren Chancen erarbeitete sich der Gastgeber. Zweimal zeichnete sich Spelles Torwart Mattis Niemann aus: Er parierte im Eins-gegen-eins (7.) und wehrte kurz vor der Pause einen Schuss ab. Dreimal verfehlte Wolfenbüttel das Speller Gehäuse aus guter Position. Der MTV blieb auch nach der Pause am Drücker, hatte gute Möglichkeiten. Gleich viermal parierte Niemann. Doch nach einem Steckpass auf Maximilian Moslener war er machtlos (59.). Einmal rettete die Latte für den SCSV-Schlussmann.
Ausgleich mit erstem Torschuss nach der Pause
Mit dem ersten Torschuss nach der Pause glich der SCSV überraschend aus: Nach Vorarbeit von Niklas Oswald traf Marvin Kehl aus 18 Metern flach ins Eck (75.). Das Tor wirkte wie ein Weckruf. Spelle setzte nach. Oswald, Kehl und Egbers per Seitfallzieher verpassten das 2:1. Doch nach einem Freistoß von Jan-Luca Ahillen auf den zweiten Pfosten war Janik Jesgarzewski zur Stelle. Er jagte das Leder volley in Netz. Das Speller Glück war perfekt.
Samstag Heimspiel gegen Lupo-Martini Wolfsburg
Am nächsten Samstag bestreitet der SCSV sein letztes Heimspiel dieses Jahres gegen Lupo-Martini Wolfsburg. Die Partie im Getränke Hoffmann Stadion wird um 16 Uhr angepfiffen. Nach Spielende findet gegen 18 Uhr das Nikolaussingen auf der Tribüne statt.
MTV Wolfenbüttel - SC Spelle-Venhaus 1:2 (0:0)
MTV Wolfenbüttel: Güven - Halimi, Richter, Moslener, Klöppelt (72. Abou-Raya), Suckel, Mohamadou, Göwecke, Patz, Lange, Joppich.- Trainer: Deniz Dogan.
SC Spelle-Venhaus: Niemann - Jesgarzewski, Tersteeg, Ahillen, Dosquet (66. Jan Popov), Krone - Golkowski, Kehl - Artem Popov (73. Egbers), Winnemöller, Gensicke (66. Oswald).- Trainer: Henry Hupe.
Auf der Bank: Lichtenstein; Arfeen, Bußmann.
Tore: 1:0 Maximilian Moslener (59.), 1:1 Marvin Kehl (75.), 1:2 Janik Jesgarzewski (90.+2).
Zuschauer: 105 im Sportpark Meesche.
Schiedsrichter: Marian Hantke (TSV Stelingen).