Spelle bleibt nach „verdientem dreckigen Sieg“ in Egestorf auf Schlagdistanz

13.10.2026 | Fussball Allgemein
Spelle bleibt nach „verdientem dreckigen Sieg“ in Egestorf auf Schlagdistanz

Der SC Spelle-Venhaus bleibt dran: Nach dem 1:0-Erfolg beim Angstgegner 1. FC Germania Egestorf-Langreder bleiben die Emsländer als Tabellen-Sechster auf Schlagdistanz zum Spitzenreiter TuS Heeslingen. Sie haben eine Partie weniger ausgetragen und weisen drei Punkte Rückstand auf.

Auch der Tabellenzweite Eintracht Braunschweig II hat bereits zehn Spiele ausgetragen. Er verbucht wie der SV Wilhelmshaven und der BSV Rehden auf den folgenden Rängen 20 Punkte auf dem Konto. Mit 19 folgt VfV Borussia 06 Hildesheim. Das Trio unmittelbar vor dem SCSV hat allerdings auch erst neun Partien ausgetragen.

Wieder ein Standard-Treffer

SCSV-Trainer Henry Hupe sprach von einem wichtigen „dreckigen Sieg“. Dabei sah er sein Team mit leichten Vorteilen. Beide Mannschaften verfügten nur über wenige Möglichkeiten, umso zufriedener registrierte der Coach, dass die Schwarz-Weißen einen Standard nutzten: Nach der „gut getretenen Ecke“ von Jan-Luca Ahillen beförderte Moritz Pauli den Ball am kurzen Pfosten mit dem Kopf über die Torlinie und löste einen Freudentaumel aus.

Hier geht es zum Video vom Speller Tor

Pauli vor dem Tor effektiv

„Momo kann nicht nur Freistöße schießen“, hatte Hupe vor der Partie auch auf die Fußball-Intelligenz des Defensivspielers verwiesen. Der 25-Jährige hat dreimal für Spelle getroffen, jeweils nach Standards: zweimal per Freistoß und zuletzt per Kopf nach Ecke. Er hat bei sieben Einsätzen 272 Minuten gespielt, also gut 90 Minuten pro Tor gebraucht. Das sind rund 40 Minuten weniger als Torjäger Tom Winnemöller (133 Minuten) für sechs Treffer.

Qualität auch in der Breite

Wieder wurde deutlich, über welche Qualität der Speller Kader auch in der Breite verfügt: In Egestorf nahm Hupe erstmals eine größere Umbesetzung in der Startelf vor. Er wechselte im Vergleich zur vorherigen Partie gegen Lüneburg auf gleich vier Positionen. „Wir haben aktuell mehr als zehn Jungs, die verdient haben, auf dem Platz zu stehen. Das haben sie in Egestorf erneut unter Beweis gestellt.“ Deswegen müssten auch andere zum Einsatz und zu Spielzeit kommen. „Und die haben es richtig gut gemacht.“ So könnten andere mal verschnaufen.

„In Unterzahl gut geackert“

Für Spannung sorgte in Egestorf die Ampelkarte für Felix Golkowski, der damit im nächsten Spiel am Sonntag beim Aufsteiger SC Hemmingen-Westerfeld zuschauen muss. Exakt 19 Minuten dauerte die Unterzahl, dann musste Germanen-Spieler Hannes Milan ebenfalls runter. „Mit einem Mann weniger merkst du schon, dass du dann viel hinterherlaufen musst. Aber das haben die Jungs auch gut gemacht, gut geackert und nicht mehr viel für den Gegner zugelassen. Deswegen ist es in Summe ein verdienter dreckiger Sieg“, erklärte Hupe.

In Fairnesswertung mit Hildesheim vorn

Wegen des Platzverweises für Golkowski büßte der SCSV die alleinige Spitzenposition in der Fairnesswertung der Oberliga Niedersachsen ein. Jetzt teilt er sich die Tabellenführung in dieser Wertung mit VfV Borussia 06 Hildesheim mit einer Quote von 2,11 Punkten (für 16 Gelbe und eine Gelbrote Karte). Egestorf-Langreder blieb Schlusslicht (5,55) mit 37 Gelben und vier Gelbroten Karten.

 

Das Titelfoto zeigt die jubelnden Moritz Pauli und Jan-Luca Ahillen. Das andere Bild zeigt den einsatzfreudigen Felix Golkowski.

 

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