Spelle: Einige Fragezeichen vor der Premiere beim SC Hemmingen-Westerfeld
Premiere für den Fußball-Oberligisten SC Spelle-Venhaus: Die Emsländer treten am Sonntag ab 15 Uhr erstmals in der schwarz-weißen Vereinsgeschichte beim SC Hemmingen-Westerfeld vor den Toren Hannovers an.
Die Stimmung in Spelle ist gut nach dem „dreckigen Auswärtserfolg“ beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder am vergangenen Wochenende. „Wir waren natürlich zufrieden mit der Art und Weise, auch wenn es kein perfektes Spiel war. Aber es war ein wichtiger Sieg auch für den weiteren Verlauf der Saison, weil wir gesehen haben, dass wir in der Lage sind, auch solche Spiele zu gewinnen“, erklärte Trainer Henry Hupe.
Mit Schwung in die Trainingswoche gestartet
Die Speller sind mit viel Schwung in die neue Trainingswoche gestartet. Der Coach spürte, „dass alle wieder Bock haben auf's Wochenende und drei Punkte holen wollen.“ Nüchtern betrachtet hat der SCSV in den bisherigen elf Pflichtspielen (neun Punkt- und zwei Pokalbegegnungen) erst einmal enttäuscht: beim 0:4 im Derby bei der U23 des SV Meppen. Die Mannschaft mischt munter in der Spitzengruppe mit – und ist auch deshalb am Sonntag in Hemmingen Favorit.
Golkowski fehlt gesperrt
Dabei sind personelle Veränderungen nötig – mindestens auf einer Position: Felix Golkowski ist nach der Gelbroten Karte in Egestorf gesperrt und muss in Hemmingen zuschauen. Es gibt einige Alternativen. Mit Anton Popov und Benjamin Evers saßen zuletzt zwei auf der Bank.
Einige personelle Fragezeichen
Bei Germania Egestorf-Langreder führte Hupe mit gleich vier Wechseln in der Startelf die qualitative Breite des Speller Kaders vor Augen. Die Spieler machten ihre Ansprüche deutlich. Doch vor der Partie in Hemmingen gibt es einige personelle Fragezeichen. Mittelstürmer Tom Winnemöller hat sich im Training verletzt. „Da müssen wir schauen. Aber für das Wochenende sieht es eher nicht so gut aus“, erklärt Hupe. Das gelte auch für Offensivspieler Daniel Benke. Zuletzt fehlte Joe Klöpper wegen muskulärer Probleme. Sicher sind Steffen Wranik und Steffen Schepers nicht dabei. Luca Tersteeg zählte nach längerer Verletzungspause wieder zum Aufgebot, blieb aber auf der Bank. „Wir werden mit einem sehr guten Kader nach Hemmingen fahren“, will der Trainer nicht lamentieren. „Wir haben genug Jungs mit Qualität.“
Standards sehr wichtig
Die haben die Speller zuletzt auch bei Standards bewiesen: In Egestorf gelang das Tor des Tages nach einer Ecke von Jan-Luca Ahillen und einem Kopfballtreffer des Freistoßspezialisten Moritz Pauli. Die Standards sind regelmäßiger Bestandteil der Trainingseinheiten. Sie sind sehr wichtig, weil sie ein Spiel entscheiden können. „Jetzt hat es sich mal wieder ausgezahlt“, sagt Hupe und lobt das Engagement seines Co-Trainers Thomas Klimka. „Da werden die Jungs federführend von Thomas sehr gut betreut.“
Mittelstürmer Fender schoss sechs der zehn SC-Tore
Die Speller wissen, dass in Hemmingen eine schwierige Aufgabe wartet. Der Aufsteiger ist nach vier Niederlagen in Folge zwar auf den ersten Abstiegsrang gerutscht. „Aber er hat schon gegen andere Mannschaften gezeigt, dass er kicken kann“, stellt Hupe fest. Der Gastgeber feierte zwei Siege gegen Mitaufsteiger Drochtersen/Assel II sowie den SV Meppen II. Einen Punkt entführte er in Verden. Mit dem vom Regionalligisten HSC Hannover gekommenen Mittelstürmer Luc Fender verfügt Trainer Tim Hoffmann über einen gefährlichen Angreifer. Der 25-Jährige schoss sechs der insgesamt zehn SC-Treffer. Der Club, der 2016 noch auf Kreisebene unterwegs war, setzt auf etliche Talente aus dem eigenen Nachwuchs.
Am Mittwoch hat sich der Gastgeber noch ein Erfolgserlebnis verschafft: Er gewann den Test bei der U19 von Hannover 96 mit 1:0. Den Treffer erzielte Kaan Akif Kose bereits in der zweiten Minute.
Das Foto zeigt Anton Popov im Test gegen Borussia Mönchengladbach.