Ex-Speller Leon Dosquet will Freitag wenigstens ein paar Minuten spielen
„Das ist schon ein ganz besonderes Gefühl“, sagt Leon Dosquet. Der Defensivspieler kehrt am Freitag nach rund zwei Monaten mit Vorwärts Nordhorn an seine ehemalige Wirkungsstätte im Getränke Hoffmann Stadion zurück. Erst Ende August ist er nach mehr als sechs Jahren beim Fußball-Oberligisten SC Spelle-Venhaus zum Aufsteiger gewechselt.
151 Pflichtspiele hat der 27-Jährige, dessen Vater Frank schon für die Schwarz-Weißen aufgelaufen ist, für den SCSV bestritten. In den ersten vier Pflichtspielen zählte er noch zum Kader von Trainer Henry Hupe. Dann entschied sich Dosquet für den Wechsel in die Grafschaft Bentheim, weil er keine Perspektiven mehr für sich sah. Jetzt kehrt er zurück und freut sich auf das Duell am Freitag ab 19.30 Uhr.
„In Spelle Freundschaften aufgebaut“
Dosquet hat selbstverständlich noch viele Kontakte zu seinen ehemaligen Mitspielern. Die ruhen vor dem Derby nicht, auch wenn das Spiel selbst nicht unbedingt Thema sein dürfte. „Ich habe in Spelle gute Freundschaften aufgebaut“, erklärt der Student.
Vorwärts ähnlich familiär und herzlich wie der SCSV
In Nordhorn fühlt sich Dosquet wohl. Ihm gefällt das herzliche und familiäre Umfeld – „ähnlich wie in Spelle“. Auch mit Trainer Viktor Maier („ein Super-Typ“), dem sportlichen Leiter Nico Weusmann und der Mannschaft habe er „Glück gehabt“. Ein paar Spieler kannte er schon. Etwa Niklas Harms-Ensink, der in der ersten Hälfte der vergangenen Saison für Spelle auflief, oder Mittelfeldspieler Tom Hopp, mit dem er schon für das JLZ Emsland antrat. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden“, sagt Dosquet.
Verletzungen trüben sportlichen Start
„Nur mein sportlicher Start war leider ein bisschen schwierig“, trüben Verletzungen seit dem Wechsel in die Grafschaft die Stimmung des Emsländers. Gleich im ersten Spiel gegen den BSV Rehden (1:4) musste er wegen eines Faserrisses ausgewechselt werden. Die folgenden zwei Partien fehlte er. Danach folgten drei Begegnungen mit Einsätzen. Doch muskuläre Probleme plagten Dosquet. Mittlerweile steht die Ursache fest. Nachdem er gegen den TuS Bersenbrück mit seinem ehemaligen Trainer Hanjo Vocks und Germania Egestorf-Langreder nicht zum Kader gehörte, hofft er, dass es für einen Einsatz am Freitag wieder reicht.
„Wenigstens ein paar Minuten spielen“
„Ich hoffe, dass es diese Woche gut läuft und ich spielen kann“, schätzt Dosquet die Chancen auf 50:50 ein. „Wenn ich wegen der Belastung schon nicht 90 Minuten spielen kann, dann wenigstens ein paar Minuten. Das wäre schon schön.“ Auch wenn es bestimmt ein merkwürdiges Gefühl sein werde, wenn er statt zum bekannten Platz in der Heimkabine jetzt die Gäste-Kabine ansteuern müsse.
„Eklig gegen uns zu spielen“
Ein Speller Spiel hat Dosquet nach seinem Wechsel zu Vorwärts Nordhorn noch nicht gesehen. Das habe nicht gepasst. Weil er sich beim SCSV gut auskennt, hält er es für nicht unwahrscheinlich, dass Trainer Viktor Maier auf Informationen zurückgreifen will. Ohne zu viel zu verraten, verweist Dosquet auf eine Nordhorner Stärke: „Wenn wir gut im Spiel sind, kann es schön eklig sein, gegen uns zu spielen.“ Als Aufsteiger gelte es, dafür zu sorgen, dass der Gegner keinen Spaß an der Partie habe. Dass das bislang gut gelungen ist, beweisen die zwölf Zähler, die Vorwärts als Tabellenzehnter nach elf Spielen verbucht hat.
Das Foto zeigt Leon Dosquet (r.).