Freitag in Lohne: Spelles Trainer Henry Hupe vertraut auf Intensität und breiten Kader
Nächster Härtetest für den SC Spelle-Venhaus: Der emsländische Fußball-Oberligist tritt am Freitag um 19.30 Uhr beim Regionalligaabsteiger BW Lohne an. „Ein Top-Team, aber wir haben in den letzten beiden Spielen bewiesen, dass wir auch absolut starke Gegner schlagen können. Uns erwartet wieder ein ganz, ganz hartes Stück Arbeit“, erklärt SCSV-Trainer Henry Hupe.
Zuletzt trafen beide Kontrahenten in der Regionalliga-Saison 2023/24 aufeinander. Lohne hatte bereits eine Serie zuvor den Sprung in die vierte Liga geschafft. Der SCSV zog in beiden Partien den Kürzeren und stieg nach nur einer Saison wieder ab. In der Oberliga sind die Karten wieder neu gemischt.
BW-Kader stark verändert
Der Lohner Kader hat sich nach dem enttäuschenden Abstieg stark verändert. Er verfügt nach Hupes Einschätzung über eine gute Mischung aus Erfahrung um Kapitän Thorsten Tönnies und den zurückgekehrten Ex-Speller Christian Düker („ein feiner Kerl, der Qualität reinbringt“) sowie jüngere Spieler, die für frischen Wind sorgen. Mit dem reaktivierten Felix Oevermann zählt ein 31-Jähriger wieder zum Team. Dazu kamen Talente wie etwa Matteo Kolhoff und Louis Thöle vom NLZ Emsland. Elf Akteure haben BW verlassen.
Zwei Torwarte fallen wohl aus
Die ersten drei Pflichtspiele sind bei zwei Pokalsiegen und einem 2:2 in Unterzahl beim hoch gehandelten 1. FC Germania Egestorf/Langreder für Lohne gut gelaufen. In der turbulenten Partie beim Zweiten der Vorsaison schien BW nach souveränen 45 Minuten bei einer 2:0-Führung auf der Siegerstraße. Doch dann sah Torwart Marko Dedovic, der vor Jahren mit Spelles Trainer Hupen in der Jugend von Preußen Münster auflief, nach einem Foul die Rote Karte. Stellvertreter Niklas Vocks wehrte den folgenden Strafstoß ab, musste aber nach einer Schulterverletzung ausgewechselt werden. So rückte der routinierte Stürmer Thorsten Tönnies in der 80. Minute zwischen die Pfosten und blieb ohne Gegentor. Am Freitag dürfte Jakob Sieve im Tor auflaufen. Er gehörte schon zur ersten Mannschaft und spielte zuletzt zum Landesliga-Aufgebot der BW-Reserve.
Artem Popov hat sich selbst belohnt
„Ich schätze Lohne schon als sehr, sehr ordentlich ein. Ich glaube aber auch, dass wir uns nicht verstecken müssen. Also fahren wir da Freitag hin und wollen unbedingt die nächsten drei Punkte einsammeln“, klingt Hupe so entschlossen, wie sich seine Mannschaft zuletzt auf dem Platz präsentiert hat. Diese Intensität gefällt dem Coach. Der Kader ist so breit aufgestellt, dass die frischen Spieler den Schwung hochhalten. Deswegen hat es Hupe besonders gefreut, dass der gegen Hildesheim eingewechselte Artem Popov „ein richtig gutes Spiel gemacht und sich mit einem Tor belohnt hat. Das muss unsere Stärke sein.“
Quartett fehlt
Verzichten muss Hupe in Lohne auf Adrian Lenz (Schulterprobleme) und Steffen Wranik (Rückenbeschwerden). „Da müssen wir von Tag zu Tag schauen“, hofft der Trainer, dass zumindest Lenz nächste Woche wieder voll einsteigen kann. Der ehemalige Lohner Niklas Oswald kehrt wieder ins Mannschaftstraining zurück. Luca Tersteeg steht dagegen weiter nicht zur Verfügung.
Das Foto zeigt Artem Popov (l.) im Zweikampf.