Spelle Sonntag beim wiedererstarkten SV Wilhelmshaven

30.04.2026 | Fussball Allgemein
Spelle Sonntag beim wiedererstarkten SV Wilhelmshaven

„Wir fahren zu einer der Top-Mannschaften der Oberliga“, sagt Trainer Henry Hupe. Sein Team tritt am Sonntag um 15 Uhr im Jadestadion beim SV Wilhelmshaven an Der Gastgeber galt als einer der Favoriten auf den Aufstieg. Nach einem Zwischen-Tief ist er mit dem dritten Trainer in dieser Saison gerade erst auf den vierten Tabellenplatz zurückgekehrt. Zwölf Punkte, davon drei am „grünen Tisch“, lautet die maximale Bilanz von Luc Diamesso.

Als der SCSV in der Hinrunde auf Wilhelmshaven traf, war der SVW noch weit vorn dabei. Jetzt beträgt der Abstand auf das Top-Duo Atlas Delmenhorst und Heeslinger SC 15 bzw. neun Zähler. Das im vergangenen Sommer stark veränderte Team vom Jadebusen blieb unter Trainer David Jahdadic in den ersten sieben Spielen ohne Niederlage (15 Punkte). Im Winter ging Jahdadic überraschend, Frank Löning übernahm. Wilhelmshaven rutschte in die untere Tabellenhälfte. Nach fünf Niederlagen in Folge musste Löning Anfang April gehen.

Diamesso der dritte Trainer beim SVW

Diamesso begann am 14. April und führte das Team wieder nach vorn. Der 51-Jährige, der 31 Länderspiele für die Republik Kongo absolviert hat, kennt sich in Wilhelmshaven aus: Er war von 2003 bis 2012 für den SVW aktiv, zuletzt als Co-Trainer des ehemaligen Meppener und jetzigen Lohner Coaches Christian Neidhart. Diamesso bleibt bis zum Sommer.

Winnemöllers später Ausgleich

Beim Duell Anfang November im Getränke Hoffmann Stadion trennten sich der SCSV und der SVW 2:2. In der Partie mit hohem Einsatz traf Loth Benny Boungou kurz vor der Pause für den Gast. Unmittelbar danach musste Onyeka Lucky Osemene nach einem Foul an Leon Dosquet mit Gelbrot vom Platz. Spelle machte Druck, glich durch Kapitän Janik Jesgarzewski aus. Nicolas Fenski schloss einen Konter der Wilhelmshavener zum 1:2 ab. Tom Winnemöller glich in der fünften Minute der Nachspielzeit aus. „Das Spiel war sehr ausgeglichen“, erklärt SCSV-Trainer Henry Hupe im Rückblick. „Aber wir hätten den Sieg eher verdient gehabt.“ Nach dem 2:2 hatte Jesgarzewski Pech bei einem Pfostentreffer.

SCSV selbstbewusst

Hupe freut sich auf die Partie im Jadestadion. Er erwartet ein Duell „von zwei guten Mannschaften“ mit offenem Ausgang. Der Coach macht aber auch deutlich, dass sein Team selbstbewusst und stark genug ist, „um das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. So gehen wir es an.“

Sieben Spieler fehlen

Dabei müssen die Schwarz-Weißen nicht nur auf den Langzeitverletzten Elias Strotmann verzichten. Jan-Luca Ahillen fällt weiter mit Knöchelproblemen aus. Auch Luca Tersteeg und Mattis Niemann sind nicht dabei. Jan-Hubert Elpermann muss nach seiner Zahn-Operation weiter passen. Niklas Oswald ist wieder ins Training eingestiegen, aber für einen Einsatz am Sonntag reicht es wohl noch nicht. Auch Steffen Schepers muss noch warten. Seit Monaten fehlen immer einige Spieler. Aber Hupe betont, „dass wir einen sehr guten und breiten Kader haben“. Er habe sich noch nicht beschwert, „dass wir zu wenig Qualität zur Verfügung haben“.

 

Das Foto zeigt Max Meier (M.) beim Derby gegen Biene.

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