„Toller Auftakt“: Spelle schlägt den Regionalligisten FC Gütersloh im ersten Testspiel
Bei sommerlichen Temperaturen auf der guten Sportanlage des SuS Buer in Melle erwischte Fußball-Oberligist SC Spelle-Venhaus einen starken Auftakt in die Saison 2026/27. Die Emsländer schlugen im ersten Testspiel den FC Gütersloh, der in der vergangenen Saison den vierten Platz in der Regionalliga West belegt hatte, durch den Treffer von Tjark Höpfner 1:0 (1:0).
„Toller Auftakt, auch wenn in vielen Bereichen noch Luft nach oben ist. Aber das ist völlig normal im ersten Testspiel. Das Ergebnis geht klar“, erklärte Spelles Sportlicher Leiter Tobias Harink. Der Sieg sei nicht unverdient, auch wenn Gütersloh nach der Pause ein Chancen-Plus gehabt habe. „Es geht heute darum, dass wir uns gut und viel bewegt und zudem noch leidenschaftlich verteidigt haben. Die Mannschaft hat alles reingeworfen.“
Herausforderung angenommen
Der SCSV nahm nach drei Trainingseinheiten die Herausforderung gegen die klassenhöheren Ostwestfalen an. Die Emsländer starteten gut in die Partie und setzten sich in den ersten fünf Minuten in der gegnerischen Hälfte fest. Die Chance nach einer Ecke nutzten sie nicht. Dann allerdings folgte eine starke Viertelstunde der Mannschaft von Trainer Julian Hesse. Der Regionalligist drängte die Schwarz-Weißen in die eigene Hälfte zurück – ohne allerdings sonderlich torgefährlich zu werden. Nach einem Fehler im Aufbauspiel musste SCSV-Torwart Bernd Lichtenstein einmal klären. Das war eine von zwei Möglichkeiten der Gütersloher vor dem Seitenwechsel.
Höpfner trifft nach Benke-Vorarbeit
Nach 20 Minuten war Spelle wieder richtig gut im Spiel. Eine Co-Produktion von zwei Spielern, die in diesem Sommer von der U23 des SV Meppen gekommen sind, leitete die SCSV-Führung ein: Nach einem langen Ball von Joe Klöpper hinter die FC-Kette flankte Daniel Benke auf Tjark Höpfer. Der 20-Jährige ließ einen Abwehrspieler aussteigen und schob den Ball zum ersten Testspieltor der Schwarz-Weißen in der neuen Saison ins Netz.
Evers trifft die Latte
Nur fünf Minuten später hätte der SCSV sogar auf 2:0 erhöhen können. Erneut bereitete Benke vor. Nach dessen Pass setzte sich der 21-jährige Neuzugang Benjamin Evers (zuletzt Preußen Münster II) im Eins-gegen-eins durch, doch Güterslohs Torwart Jarno Peters lenkte das Leder an die Latte. Pech für den SCSV. Evers hatte vor der Pause zwei weitere Möglichkeiten: Einmal schoss er knapp vorbei, dann war ein Abwehrspieler zur Stelle. „Eine verdiente Führung nach 45 Minuten. Es hätte auch 2:0 stehen können“, erklärte Harink.
Sieben Wechsel zur Pause
In der Pause wechselte Hupe siebenmal. Benke hatte die erste Möglichkeit im zweiten Durchgang, verzog aber knapp. Dann kam Gütersloh besser ins Spiel. Der Regionalligist verfehlte zunächst das Speller Tor nur knapp, danach rettete Torwart Mattis Niemann im direkten Duell (63.). Nur 60 Sekunden später wurde ein FC-Spieler im Abschluss gestört und verfehlte das Speller Gehäuse aus drei Metern.
"Schwierige Phase"
„Eine schwierige Phase“, urteilte Harink. Doch Spelle bestand sie ohne Gegentreffer und kam durch das eingewechselte Eigengewächs Matteo Echelmeyer und Höpfner, der frei vor dem Torwart auftauchte, wieder zu Chancen. Allerdings vergab der Gegner noch zwei große Möglichkeiten. Es blieb beim 1:0.
Sechs Spieler fehlten
Trainer Henry Hupe musste beim ersten Testspiel der Saison 2026/27 auf sechs Spieler verzichten: Jan Popov, Luca Tersteeg (beide verletzt), Tom Winnemöller (krank), Steffen Wranik, Adrian Lenz und Marvin Kehl (alle privat verhindert). „Der eine oder andere muss mehr als 45 Minuten spielen. Das machen die Jungs ja gerne“, meinte Harink.
Dienstag erster Heim-Test
Bereits am Dienstag bestreitet der SCSV den nächsten Test. Er erwartet um 19 Uhr im heimischen Getränke Hoffmann Stadion die U21 der niederländischen Talentschmiede des FC Twente/Heracles Almelo.
FC Gütersloh – SC Spelle-Venhaus 0:1 (0:1)
SC Spelle-Venhaus: 1. Halbzeit: Lichtenstein – Höpfner, Pauli, Klöpper, Meier – Evers, Golkowski, Anton Popov – Benke, Artem Popov, Schepers.– Trainer: Henry Hupe.
2. Halbzeit: Niemann – Jesgarzewski, Wulkotte, Dosquet, Krone – Golkowski, Ahillen, Evers (60. Echelmeyer) – Benke, Oswald, Artem Popov.
Tor: 0:1 Tjark Höpfner (20.)
Schiedsrichter: Joris Christoffer (Osnabrücker SC).
Das Archiv-Foto zeigt den Speller Torschützen Tjark Höpfner (l.).