Trainer Henry Hupe: Spelle zeigt in Rehden eine richtig gute Reaktion!
Die Oberliga-Fußballer des SC Spelle-Venhaus waren nach dem 3:1-Erfolg beim BSV Rehden glücklich, aber auch platt. Kein Wunder, denn sie gingen auf dem nach heftigen Regenfällen tiefen Boden in den Waldsportstätten bis an die körperlichen Grenzen und belohnten sich mit dem ersten Sieg nach knapp vier Monaten. „Das war von der gesamten Mannschaft und von jedem Einzelnen einfach ein guter Step“, reagierte Trainer Henry Hupe zufrieden. „Wir sind nach diesem Spiel echt glücklich.“
Immerhin sechs Partien mussten die Schwarz-Weißen auf einen Dreier warten. Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff in Rehden nach fast 100 Spielminuten war deutlich spürbar. Über weite Strecken spielten die Emsländer einen intensiven Fußball, legten etliche Meter zurück. „Viele waren echt kaputt“, erklärte Hupe. Einige signalisierten, dass sie ausgewechselt werden wollten. Aber sie bissen die Zähne zusammen, stellten sich in den Dienst der Mannschaft.
Lob für die „Top-Bank“
„Wir müssen immer ans Limit gehen, manchmal sogar ein bisschen darüber hinaus“, erklärte Hupe, der stets betont, dass in der Oberliga Niedersachsen jeden jeden schlagen kann. Zudem verwies der 28-Jährige auf die „Top-Bank“, die nicht einmal komplett gefüllt war. Dort saß beim Abpfiff nur noch Ersatz-Torwart Alex Moll. Alle Feldspieler – Anton Popov, Jost Krone, Jip Kemna, Jan-Hubert Elpermann und Nils Bußmann – wurden in den letzten 20 Minuten eingewechselt. „Alle, die reingekommen sind, haben es super gemacht“, gab es ein Lob des Trainers.
Fußball gearbeitet und gespielt
Doch die Emsländer arbeiteten nicht nur Fußball, was für Hupe in diesem Duell entscheidend war, sie spielten in den letzten 70 Minuten auch guten Fußball. „Wir hatten gute Ballbesitzphasen und haben die Tore gut herausgespielt.“ Beim Ausgleich nach einer knappen halben Stunde profitierte Artem Popov allerdings von einem Patzer von BSV-Torwart Pascal Wiewrodt, der ihm das Leder vor die Füße schob. Doch die Treffer von Tom Winnemöller und Marvin Kehl standen am Ende von starken Ballstafetten. Deswegen sei der Sieg im Duell zweier Mannschaften, die unbedingt gewinnen wollten, am Ende auch verdient gewesen.
„Haben einen guten Schnapper“
Dass der Gastgeber gefährlich blieb, als er nach dem Rückstand aufmachte, war kaum zu vermeiden. „Aber da haben wir einen guten Schnapper in der Kiste, der uns davor bewahrt hat, dass es hinten raus noch mal richtig spannend wird“, lobte Hupe Mattis Niemann. Der Torwart zeigte schon im ersten Durchgang einige starke Reaktionen.
Probleme in der Anfangsphase
Das war auch nötig. Denn in der Anfangsphase hatten die Speller mit dem stark attackierenden Gastgeber einige Mühe. Sie verloren etliche Zweikämpfe. „Wir sind schwierig ins Spiel reingekommen. Wir hatten den Gegner ein bisschen anders erwartet, auch von der Struktur. Dementsprechend hatten wir ein paar Probleme im Zugriff“, bemängelte der Trainer. So kassierte der SCSV nicht unverdient das 0:1 bereits in der zehnten Minute und hatte Glück, dass Top-Torjäger Noah Wallenßus den Rückstand nicht ausbaute. „Aber dann haben wir eine richtig gute Reaktion gezeigt“, stellte Hupe fest.
Arambasic: Im Abstiegskampf angekommen
Rehden rutschte nach der vierten Niederlage in Serie auf den zehnten Tabellenplatz. „Uns ist klar, dass wir im Abstiegskampf angekommen sind. Das muss jeder verinnerlichen und annehmen“, wird Trainer Kristian Arambasic auf der BSV-Homepage zitiert.
Das Foto zeigt den Speller Jubel nach dem Schlusspfiff. (Am Ostersonntag folgen weitere Bilder zum Spiel).
BSV Rehden – SC Spelle-Venhaus 1:3 (1:1)
BSV Rehden: Wiewrodt – Drath (76. Mazur), Wolff, Monteiro (80. Kummer), Beck, Wallenßus, Anezie, Ndiaye, Bär (62. Takang-Ngufor Anubodem), Temin, Özer.- Trainer: Kristian Arambasic.
SC Spelle-Venhaus: Niemann – Höpfner, Tersteeg, Dosquet, Jesgarzewski, Meier (76. Krone) – Kehl (90.+2 Bußmann), Golkowski – Artem Popov (71. Anton Popov), Lenz (81. Elpermann) – Winnemöller (76. Kemna).- Trainer: Henry Hupe.
Auf der Bank: Moll.
Tore: 1:0 Niklas Bär (9.), 1:1 Artem Popov (28.), 1:2 Tom Winnemöller (47.), 1:3 Marvin Kehl (53.).
Zuschauer: 150 in den Waldsportstätten in Rehden.
Schiedsrichterin: Lara Wolf (SG Sengwarden/Fedderwarden, Wilhelmshaven).