4:0 im Derby gegen Bersenbrück: Spelle rückt auf Tabellenplatz zwei vor
Der Derbysieger heißt SC Spelle-Venhaus. Die Schwarz-Weißen setzten sich auf dem Kunstrasen im Getränke Hoffmann Stadion 4:0 (1:0) gegen den vom ehemaligen Speller Hanjo Vocks trainierten TuS Bersenbrück durch und rückten damit auf den zweiten Tabellenplatz vor. „Hochverdient, eine sehr, sehr gute Leistung. Der Sieg hätte höher ausfallen können“, lobte der Sportliche Leiter Tobias Harink den bärenstarken Auftritt des emsländischen Fußball-Oberligisten.
Die Speller starteten stark und dominant in die Partie. Die Mannschaft von Trainer Henry Hupe baute ordentlich Druck auf und belohnte sich bereits in der zwölften Minute: Nach einem Diagonalpass von Joe Klöpper auf die rechte Seite brachte Tjark Höpfner die Flanke in die Mitte. Artem Popov nutzte die Chance per Kopf zur Führung für die Schwarz-Weißen.
Fünf Tore in den drei jüngsten Spielen
Der neben Torwart Bernd Lichtenstein und dem verletzten Außenbahnspieler Steffen Wranik dienstälteste Fußballer in den Reihen des SCSV-Oberliga-Kaders, bestätigte seinen Torriecher. Er führte zu dem Zeitpunkt die interne Torjägerliste mit sieben Treffern vor Tom Winnemöller, der in der zweiten Halbzeit für den Torschützen ins Team rückte, an. Das Speller Urgestein, das gegen Bersenbrück zum fünften Mal in der Startelf stand, traf in den jüngsten drei Partien immer, gegen Hemmingen sogar dreimal!
Viel Ballbesitz und viele Abschlüsse
Der Gastgeber verzeichnete im ersten Durchgang ein klares Chancenplus. „Eine sehr gute Leistung, fußballerisch klar überlegen, viel Ballbesitz und viele gute Abschlüsse“, stellte Harink fest. „Es fehlt das zweite, dritte Tor“, dachte er an gute Möglichkeiten. Artem Popov hatte die erste gefährliche Torannäherung schon in der achten Minute. Nach einer Höpfner-Flanke wurde er im letzten Moment geblockt (27.), nach einer Hereingabe von Daniel Benke, der die erste Speller Gelegenheit hatte (6.), schoss der Mittelstürmer aus zehn Metern über das Tor (34.). Jan Popov bekam nicht genug Druck hinter den Ball (20.). Unmittelbar vor dem Seitenwechsel beförderte Jost Krone nach Flanke von Höpfner das Leder per Kopf knapp am Pfosten vorbei.
Gast ohne klare Torchance
Der Gast aus Bersenbrück verzeichnete in den ersten 45 Minuten keine klare Chance. Der Ex-Speller Moritz Waldow saß auf der Bank. Patrick Siemer stand an ehemaliger Wirkungsstätte nicht im Kader.
Doppelpass im Fünfer- und Tor
Bei der nächsten großen Gelegenheit für die Schwarz-Weißen stand das Aluminium im Weg. Nach Zuspiel von Niklas Oswald, der kurz vor der Pause für den verletzten Adrian Lenz ins Spiel kam, traf Jan Popov die Latte des TuS-Tores (54.). Sechs Minuten später endlich das 2:0: Nach Flanke von Krone spielte Benke mit Winnemöller im Fünfmeterraum Doppelpass und jagte die Kugel wuchtig ins Netz. Der Ex-Meppener ließ sich für seinen vierten Saisontreffer feiern.
Winnemöller und Jan Popov treffen
Nur 60 Sekunden später allerdings die erste gute Chance für den Gast: Nach einem Konter bewahrte Torwart Mattis Niemann den SCSV vor dem Anschlusstreffer. Dann folgten wieder Speller Möglichkeiten: Winnemöller köpfte über das Gehäuse (63.). Nach einer starken Einzelleistung legte Jan Popov das Leder quer, Jan-Luca Ahillen schoss über das Tor (65.). Vier Minuten später das 3:0: Nach Diagonalball von Höpfner lief Winnemöller auf Torwart Max-Niklas Wilde zu und sorgte für die Vorentscheidung (69.). Spelle setzte noch einen drauf: Jan Popov traf zum 4:0 (80.). Oswalds Schuss aus spitzem Winkel wehrte der Gäste-Torwart ab, Winnemöller passte auf Jan Popov, der für den klaren Endstand sorgte.
Drei Veränderungen in der Startelf
Spelles Trainer Henry Hupe veränderte seine Startelf im Vergleich zum Duell am vergangenen Freitag gegen Vorwärts Nordhorn (2:2) auf drei Positionen: Moritz Pauli, Jan Popov und Daniel Benke rückten neu ins Team. Dafür nahmen die angeschlagenen Janik Jesgarzewski, Felix Golkowski und Benjamin Evers auf der Bank Platz. TuS-Trainer Vocks vertraute genau jener Elf, die am vergangenen Freitag das Heimspiel gegen den FC Verden 0:4 verloren hat.
Sonntag in Vorsfelde
Viel Zeit zum Ausruhen bleibt den Speller Fußballern nicht. Bereits am Sonntag wartet zum Abschluss der englischen Woche Aufsteiger SSV Vorsfelde auf die Schwarz-Weißen. Anstoß ist um 14.30 Uhr.
SC Spelle-Venhaus – TuS Bersenbrück 4:0 (1:0)
SC Spelle-Venhaus: Niemann – Höpfner, Pauli, Klöpper, Krone – Anton Popov, Ahillen – Benke (73. Wulkotte), Jan Popov (85. Echelmeyer), Lenz (40. Oswald) – Artem Popov (46. Winnemöller).-Trainer: Henry Hupe.
Auf der Bank: Lichtenstein – Jesgarzewski, Golkowski, Evers.
TuS Bersenbrück (Startelf): Milde – Cotor, Winter, Greten, Lührmann, Warnking, Ceesay, Eickschläger, Lepper, Lameyer, Wellmann.-Trainer: Hanjo Vocks.
Tore: 1:0 Artem Popov (12.), 2:0 Daniel Benke (60.), 3:0 Tom Winnemöller (69.), 4:0 Jan Popov (80.).
Schiedsrichter: Lennart Kernchen (TuS Wettbergen/Hannover)
Das Archiv-Foto zeigt Tom Winnemöller beim Jubel. Foto: Picturepower