Hanjo Vocks: Rückkehr am Mittwoch nach Spelle ist etwas ganz Besonderes
„Das ist schon etwas ganz Besonderes, weil es ein Wiedersehen mit vielen Leuten ist, die ich schätze und mit denen ich mich immer gerne unterhalten habe. Außerdem waren es sieben sportlich sehr erfolgreiche Jahre“, sagt Hanjo Vocks, der am Mittwoch um 19.30 Uhr mit dem TuS Bersenbrück erstmals nach dem Abschied im Sommer 2024 wieder in offizieller Mission bei seinem Ex-Club SC Spelle-Venhaus antritt. Er hat den SCSV bis in die Regionalliga geführt und Spuren hinterlassen.
Eigentlich sei es eine völlig normale Partie, meint Vocks. Doch für ihn schwingen natürlich Emotionen mit. Der Lingener, der in der Saison 2017/18 Co-Trainer in Spelle war, kehrte im Oktober 2018 als Cheftrainer zurück. Er hat die Schwarz-Weißen in 156 Pflichtspielen mit auf höchstem Niveau im Emsland etabliert. In enger Zusammenarbeit mit dem Sportlichen Leiter Markus Schütte, der inzwischen Sprecher des Leitungsteams der Fußballabteilung ist. Beide haben schon zusammen in der Jugend des TuS Lingen gespielt. „Hanjo hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass der SCSV mit dem Aufstieg in die Regionalliga den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert hat“, stellte Schütte 2024 fest. Beide tauschen sich heute noch aus.
Zwölf aktuelle SCSV-Spieler gehörten zum Vocks-Kader
Nach seinem Abschied ist Vocks ein paarmal an ehemaliger Wirkungsstätte im Getränke Hoffmann Stadion gewesen. Zuletzt beim Sieg im Niedersachsenpokal gegen Lüneburg. „Es hat mir immer Spaß gemacht, wieder nach Spelle zu kommen“, sagt er. Schließlich hat er sich als Coach immer mit dem SCSV identifiziert. Er hat noch mit einem Dutzend Spielern zusammengearbeitet, die heute noch zum Kader von Henry Hupe gehören: Mattis Niemann, Bernd Lichtenstein, Adrian Lenz, Janik Jesgarzewski, Jan-Luca Ahillen, Anton Popov, Jan Popov, Artem Popov, Steffen Schepers, Niklas Oswald, Steffen Wranik und Tom Winnemöller. Torben Stegemann vom Leitungsteam hat alle Jahre von Vocks in Spelle als Spieler erlebt.
Spelle in die Regionalliga geführt
Vocks betont, dass er sich bei den Schwarz-Weißen immer wohlgefühlt und den Verein auch im Guten verlassen hat. Der Trainer, der vorher beim damaligen JLZ Emsland und beim NLZ des VfL Osnabrück tätig war, hat den SCSV als fußballerische Nummer zwei im Emsland hinter dem SV Meppen, mit dem die Schwarz-Weißen in der Saison 2023/24 gemeinsam in der Regionalliga spielten, etabliert. Zudem schätzte er das Miteinander im Verein. „Es war eine tolle Zeit und ich denke sehr gerne daran zurück.“
„Prägende Jahre“
Die Jahre beim SCSV bezeichnet Vocks als „prägend. Es war eine sehr intensive Zeit, auch mit Corona, mit Pokal-Chancen“, die nicht bis zum Einzug in den DFB-Pokal gereicht hatten. Deswegen gönnte sich der Coach auch eine Pause, die immerhin zwei Jahre dauerte.
Zwei Jahre Pause
„Mir hat etwas gefehlt, sonst wäre ich nicht auf so vielen Fußballplätzen gewesen“, bekennt Vocks. Auf der anderen Seite habe er die ungewohnt viele freie Zeit zu schätzen gelernt. Es habe einige Anfragen gegeben. Er habe gewartet, bis das passende Angebot mit einem guten Gesamtpaket gekommen sei. „Ich wollte wirklich Bock darauf haben. Deswegen hat es länger gedauert.“
Im Halbfinale des Niedersachsenpokals
Seit Beginn der aktuellen Saison ist er beim TuS Bersenbrück tätig, gegen den der SCSV sich 2023 im Oberliga-Titelrennen behauptete, aber das NFV-Pokalfinale 0:3 verlor. Der ambitionierte Verein aus dem Landkreis Osnabrück, der wie der SCSV im Halbfinale des Niedersachsenpokals Heimrecht genießt, belegt in der Tabelle mit 16 Punkten den neunten Platz. Am vergangenen Freitag verlor der TuS nach zuvor drei Pflichtspielsiegen in Folge das Heimspiel gegen den FC Verden mit 0:4.
Hupe-Team jetzt auf Platz vier
Das Team von Spelles Trainer Henry Hupe rutschte nach dem 2:2 gegen Aufsteiger Vorwärts Nordhorn mit 22 Punkten auf den vierten Tabellenplatz – vier Zähler hinter Spitzenreiter Eintracht Braunschweig II, der Hildesheim 2:0 schlug, und zwei hinter dem Zweiten, SV Wilhelmshaven, der Aufsteiger SC Hemmingen-Westerfeld dank eines Treffers in der fünften Minute der Nachspielzeit 3:2 besiegte.
Das Titelfoto zeigt Hanjo Vocks im Spielerkreis.