Spelle gegen Lüneburg: Tolle Stimmung, schöne Tore und gute Lösungen
„Großes Kompliment an die Jungs“, bestätigte Trainer Henry Hupe seinen Spielern nach dem 4:1-Sieg des SC Spelle-Venhaus im Viertelfinale des Niedersachsenpokals gegen den Lüneburger SK Hansa eine gute Vorstellung. „Wir überwintern im Pokal“, war auch der Sportliche Leiter Tobias Harink zufrieden, nachdem die Schwarz-Weißen in den vergangenen drei Jahren früh auf der Strecke blieben. Am Samstag läuteten sie das Kirmes-Wochenende mit einem Fußballfest ein.
Hupe sah „genau die richtige Antwort“ auf die schwache Vorstellung beim 0:4 gegen die U23 des SV Meppen am vorherigen Wochenende. „Wir haben in vielen Bereichen richtig draufgepackt, und das über die gesamte Dauer des Spiels.“ Deswegen sei das 4:1 gegen den Titelverteidiger aus Lüneburg auch in der Höhe verdient gewesen. In der Trainingswoche hatten die Speller die Defizite beim Spiel in Meppen „deutlich und hart“ angesprochen. Unmittelbar vor der Pokalpartie hatte Hupe nicht mehr daran erinnert. „Das Spiel gegen Lüneburg stand im Fokus.“
LSK-Fans: Der Pokal bleibt bei uns
Der LSK, dessen Fans auf einem Transparent die Devise ausgegeben hatten, „der Pokal bleibt bei uns“, stand zunächst tief. Damit waren die Räume für den SCSV klein, gerade auch hinter der Kette. Dennoch fand der Gastgeber Lösungen. „Da haben wir es gut gemacht, auch beim Gegenpressing und in der Restverteidigung“, stellte der Coach fest.
Nach Eigentor „unser Ding weiter durchgezogen“
Nach der Führung durch Tom Winnemöller steckten die Emsländer den Ausgleich durch ein unglückliches Eigentor von Janik Jesgarzewski weg. Hupe erkannte auch hier eine gute Reaktion. „Da hätten gerade nach vergangener Woche die Köpfe wieder angehen können. Aber wir haben unser Ding weiter durchgezogen.“
Eingewechselte Spieler treffen
Moritz Pauli, der sich am Ausgleich nicht ganz unschuldig wähnte, traf per Freistoß nur fünf Minuten später zum 2:1. Gegen offensivere Lüneburger fanden die Speller nach der Pause wieder mehr Räume und entschieden das Spiel klar zu ihren Gunsten. Jan-Luca Ahillen und Adrian Lenz schlossen zwei starke Kombinationen mit Toren ab. Wieder trafen zwei Spieler, die eingewechselt wurden. Ein Beweis für die Qualität des gesamten Kaders.
Ahillen: Écht gut herausgespielt
„Das war echt gut herausgespielt, ein schönes Tor zu einem perfekten Zeitpunkt“, erklärte Ahillen seinen Treffer rund zehn Minuten vor dem Abpfiff. Felix Golkowski habe Adrian Lenz aufgelegt, nach doppeltem Doppelpass habe er abgeschlossen, sagte Ahillen. „Wir wollten unbedingt gewinnen, das haben wir geschafft. Ich glaube, es war ein gutes Spiel. Wir haben vier Tore geschossen. Darauf kann man stolz sein.“
Hier geht es zum Interview mit "Momo" Pauli
Die gute Kulisse und die tolle Stimmung auf den Rängen haben die Mannschaft nach Einschätzung des Mittelfeldspielers ordentlich gepusht. Die Lautstärke der Fans war während der gesamten Partie beeindruckend. Nach dem Schlusspfiff bedankte sich die Mannschaft für die Unterstützung.
Das Titelfoto zeigt Moritz Pauli (l.) im Zweikampf.