Spelle verliert im Duell der Oberligisten 3:5 gegen Gievenbeck
Der SC Spelle-Venhaus hat am Mittwochabend gegen den 1. FC Gievenbeck im vierten Spiel die erste Niederlage in der Vorbereitung kassiert. Der niedersächsische Oberligist verlor vor rund 80 Zuschauern im Getränke Hoffmann Stadion verdient 3:5 (1:1) gegen den westfälischen Oberligisten.
Die Partie begann turbulent: Bereits in der dritten Minute gerieten die Emsländer in Rückstand. Sie stoppten einen Gäste-Angreifer im Strafraum per Foul. Gievenbecks Top-Torjäger Fabian Witt ließ sich die Chance vom Punkt nicht entgehen. SCSV-Keeper Mattis Niemann konnte den ersten Rückstand in der Vorbereitung nicht verhindern.
Pauli mit Standard-Qualitäten
Doch die Gastgeber mussten dem 0:1 nur ein paar Minuten hinterherlaufen. Denn Moritz Pauli bewies seine Standard-Qualitäten: Nach seiner Ecke beförderte ein Gäste-Spieler das Leder per Kopf ins eigene Netz. Die Schwarz-Weißen jubelten.
Winnemöller verschießt Strafstoß
In der engmaschigen Defensive fanden die Speller nur selten die Lücken. Dazu kamen im Aufbauspiel einige Ballverluste. So hatte der Gastgeber im ersten Durchgang nur wenige Möglichkeiten. Die größte vergab Tom Winnemöller rund fünf Minuten vor dem Seitenwechsel. Nach einem Foul an Jan Popov trat der SCSV-Torjäger zum Strafstoß an. Doch er konnte Gäste-Torwart Max Büscher nicht überwinden. Der ahnte die Ecke (rechts aus Sicht des Schützen) und wehrte ab. Zweimal kam Daniel Benke zu Abschlüssen. Aber das zweite Tor gelang vor dem Seitenwechsel nicht mehr.
Witt vergibt weitere Chancen
Die Gievenbecker, die oft über schnelle Angriffe nach vorn kamen, vergaben noch zwei Chancen. Fabian Witt schoss zunächst von der Strafraumgrenze am Tor vorbei (11.), dann hob er die Kugel nur knapp über das Speller Gehäuse.
1:2 nur 120 Sekunden nach dem Seitenwechsel
Unmittelbar nach der Pause sorgte der Mittelstürmer für die nächste kalte Dusche des SCSV. Er nutzte den etwas zu großen Spielraum, den die Speller ihm in diesem Moment ließen, und knallte die Hereingabe vom linken Flügel ins lange Eck. Der gerade eingewechselte Torwart Bernd Lichtenstein war machtlos. Genau wie beim dritten Treffer von Witt, der wieder zu viel Platz hatte (56.).
Auf beiden Seiten ergaben sich weitere Möglichkeiten. Niklas Oswald verfehlte das Gievenbecker Tor nur knapp, ein Schuss von Leon Dosquet wurde geblockt. Dann nutzte Spelle einen Fehler im Spielaufbau der Gäste. Winnemöller schoss das 2:3. Janik Jesgarzewski holte den Ball aus dem Netz und eilte damit zur Mittellinie. Spelle wollte mehr, vernachlässigte allerdings einige Male die Defensive.
Gast zieht auf 4:2 davon
Damian Truckenbrod und Mats Bertram vergaben gute Möglichkeiten. Doch dann nutzte Bertram seine nächste Chance zum 4:2 für die Gäste. Spelle steckte nicht auf, wollte die erste Niederlage der Vorbereitung verhindern. Nach Vorarbeit von Marvin Kehl verkürzte Oswald. Doch in der wilden Partie traf Louis Elias Martin noch einmal für den Gast.
Jetzt folgt eine Pause
„Donnerstag trainieren wir noch mal und danach folgen ein paar Tage Pause. Dann haben wir einen guten ersten Teil der Vorbereitung geschafft“, erklärt Trainer Henry Hupe. Weiter geht es erst am 13. Juli. In dieser Zeit bleiben den Spielern auch zwei zusammenhängende freie Wochenenden. Das ist wichtig, weil viele Kicker an die Ferienzeit gebunden sind. Doch sie haben nicht komplett frei, sondern bekommen alle einen individuellen Trainingsplan mit in die Pause.
Nächster Test am 17. Juli gegen Preußen Münster II
Nach der Pause stehen noch zwei oder drei Testspiele auf dem Speller Vorbereitungsplan. Die Termine am Freitag, 17. Juli, um 19 Uhr gegen Preußen Münster II (Oberliga Westfalen) und am Mittwoch, 22. Juli, um 19.30 Uhr, gegen GW Nottuln (Westfalenliga) sind fix. Der Test am Samstag, 25. Juli, gegen RW Maaslingen (Oberliga Westfalen) findet nur statt, wenn der SCSV nicht in der ersten Runde des Niedersachsenpokals antreten muss. 15 von 17 Mannschaften bekommen ein Freilos. Die Auslosung findet am Freitagabend statt.
SC Spelle-Venhaus - 1. FC Gievenbeck 3:5 (1:1)
SC Spelle-Venhaus, 1. Halbzeit: Niemann - Höpfner, Pauli, Klöpper, Meier - Golkowski, Anton Popov - Jan Popov, Benke, Lenz - Winnemöller .- Trainer: Henry Hupe.
2. Halbzeit: Lichtenstein - Jesgarzewski, Wulkotte, Dosquet, Krone - Ahillen, Evers - Artem Popov, Kehl, Oswald - Winnemölelr.
1. FC Gievenbeck (Startelf): Büscher - Wesberg, Scheiper, Keute, Witte, F. Witt, Beil, Kinke, Conze, Lange, Mahhar. Eingewechselt: Breuer, das Guptas, Winkelmann, Martin,Wiethölter, J. Witt, Elferink, Wolf, Bertram, Truckenbrod.-Trainer: Torsten Maas und Steffen Büchter.
Tore: 0:1 Fabian Witt (10.,/FE), 1:1 Eigentor nach Pauli-Ecke (9.), 1:2 Fabian Witt (47.), 1:3 Fabian Witt (56.), 2:3 Tom Winnemöller (65.), 2:4 Mats Bertram (74.), 3:4 Niklas Oswald (78.), 3:5 Louis Elias Martin (86.).
Schiedsrichter: Simon Wilken (SV Dalum).
Zuschauer: 80 im Getränke Hoffmann Stadion in Spelle.
Das Foto zeigt eine Spielszene mit Moritz Pauli (l.).